Von der Idee zur Werkstatt: Die Gründung von Kurda

Die Geschichte von Kurda beginnt nicht mit einem großen Unternehmen, sondern mit einem Handwerk, einem Standort in Kiel und dem Entschluss, etwas Eigenes aufzubauen. Als Richard Kurda am 1. Mai 1926 gemeinsam mit Walter Green die Orthopädische Werkstatt in der Karlstraße 19 am Universitätsgelände gründete, legte er den Grundstein für alles, was folgen sollte. Der Betrieb war zunächst klar ausgerichtet: auf orthopädische Hilfsmittel und auf die Versorgung von Menschen, die infolge des Ersten Weltkriegs Prothesen und andere Unterstützung benötigten. Die Nachfrage war groß, und die Werkstatt fand schnell Anerkennung.

Richard Kurda vor der Gründung

**Alternativtext:**
Historisches Meister-Prüfungs-Zeugnis der Handwerkskammer Altona aus dem Jahr 1926 für Richard Anton Kurda. Das Dokument mit gedrucktem Zierrahmen, Adler, handschriftlichen Einträgen, Stempel und Unterschriften markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Sanitätshauses Kurda in Kiel: Richard Anton Kurda, geboren 1889 in Alt-Zabrze, legte nach seiner Arbeit bei den Deutschen Orthopädischen Werkstätten in Kiel die Meisterprüfung im Orthopädie-Mechaniker-Handwerk ab und schuf damit die Grundlage für den Schritt in die Selbstständigkeit.

Richard Kurda vor der Gründung

Richard Anton Kurda wurde 1889 in Alt-Zabrze geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg blieb er in Kiel und arbeitete bei den Deutschen Orthopädischen Werkstätten. Dort vertiefte er sein Wissen in der Orthopädietechnik und bereitete sich auf den Schritt in die Selbstständigkeit vor. 1926 legte er vor der Handwerkskammer Hamburg die Meisterprüfung im Orthopädie-Mechaniker-Handwerk ab – ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur eigenen Werkstatt.

Green & Kurda in der Karlstraße 19

Mit der Gründung von Green & Kurda begann ein neuer Abschnitt. Die Werkstatt am Universitätsgelände war von Anfang an eng mit der medizinischen Versorgung in Kiel verbunden. Im Mittelpunkt standen zunächst Prothesen und weitere orthopädische Hilfsmittel für Kriegsversehrte. Gleichzeitig entwickelte sich der Betrieb rasch zu einem festen Bestandteil der Kieler Handwerkslandschaft.

Entscheidend war dabei nicht nur das handwerkliche Können, sondern auch die Art, wie gearbeitet wurde: nah an den Menschen, praktisch, lösungsorientiert und mit Blick auf den individuellen Bedarf. Schon in diesen frühen Jahren zeigte sich, dass die Werkstatt mehr sein sollte als ein reiner Herstellungsbetrieb.

Historisches Firmenlogo von 1926: Zu sehen ist das erste Logo der gemeinsamen Werkstatt Green & Kurda in Kiel mit rundem Emblem, den Initialen G und K sowie dem Schriftzug „GREEN & KURDA“ für das Fachgeschäft und die Werkstätten für Orthopädie und Chirurgie.

Anna Kurda und der Aufbau des Betriebs

Zur Gründungsgeschichte gehört ebenso Anna Kurda. Während Richard die Werkstatt aufbaute, unterstützte Anna den Ladenbetrieb und die Kundenbetreuung mit großem Einsatz. Diese Arbeit im Hintergrund war für die Entwicklung des jungen Unternehmens wesentlich. Gemeinsam sorgten Richard und Anna dafür, dass aus der Werkstatt ein verlässlicher Betrieb wurde, der in Kiel zunehmend bekannt war.

Vom Handwerksbetrieb zum Sanitätshaus

Bereits 1928 wurde das Angebot erweitert: Ein Sanitätshaus kam hinzu, in dem nicht nur Produkte angeboten, sondern auch Beratung und individuelle Anpassungen vorgenommen wurden. Damit veränderte sich der Betrieb spürbar. Neben der Versorgung von Kriegsveteranen rückten nun stärker auch Bandagen, orthopädische Hilfsmittel und eine breitere Betreuung der Kundschaft in den Mittelpunkt.

Historische Jubiläumszeichnung aus der Chronik von Richard Kurda: In einer Werkstatt des Sanitätshauses Kurda in Kiel ist Richard Kurda als gezeichnete Figur im Vordergrund an einem Arbeitstisch zu sehen, während im Hintergrund mehrere Mitarbeitende an Maschinen und Werkbänken arbeiten. Die Illustration vermittelt anschaulich die handwerkliche Atmosphäre, den Pioniergeist und die frühe Werkstattgeschichte des Unternehmens.

Eine Jubiläumszeichnung lässt Geschichte lebendig werden
Zum 60. Geburtstag von Richard Kurda entstand eine Chronik mit Zeichnungen und Gedichten, die die Geschichte der Familie Kurda und ihres Unternehmens auf besonders eindrucksvolle Weise erzählt. Gerade weil aus der Gründungszeit nur wenige Fotos erhalten sind, vermitteln diese Illustrationen Werte, Pioniergeist und die besondere Atmosphäre der Werkstatt Kurda besonders anschaulich und nahbar.

In den 1930er Jahren wuchs das Unternehmen weiter. Neue Mitarbeitende kamen hinzu, die Werkstatt etablierte sich in Kiel, und mit der Filiale in Husum wurde das Unternehmen auf eine breitere Basis gestellt. Zugleich setzte Kurda schon damals auf maßgefertigte Bandagen und individuell angepasste Hilfsmittel – ein Ansatz, der den Betrieb langfristig prägen sollte.

Damals und heute

Damals begann Kurda als Werkstatt in der Karlstraße 19: handwerklich geprägt, eng mit Kiel verbunden und ausgerichtet auf individuelle orthopädische Versorgung.

Heute ist aus diesem Anfang ein Unternehmen entstanden, das noch immer auf passgenaue Versorgung, Fachkompetenz und persönliche Betreuung setzt.


Der Anfang liegt in den Aufbaujahren

Die Zeit von 1926 bis 1939 war für Kurda eine echte Gründungs- und Aufbauphase. Aus einer Werkstatt wurde Schritt für Schritt ein wachsender Betrieb mit klarer fachlicher Ausrichtung, persönlicher Nähe und regionaler Verwurzelung. Genau darin liegt der Ursprung von Kurda: in der Verbindung von Handwerk, Versorgung und dem Anspruch, für Menschen konkrete Lösungen zu schaffen.

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